Djungapore
Ok. Gestern Abend hatte ich mein erstes BBQ mit meiner neuen WG. Mein Gott, haben die mich abgefüllt. Oder auch: Mein Gott, hab ich mich abfüllen lassen. Wie auch immer, die Verabredung mit Bastian heute ne kleine Expedition in Singapores Regenwald zu unternehmen - sagen wir mal elf Uhr war nicht mehr drin. Bastian ging es zum Glück nicht viel besser. Wir haben uns auf halb eins geeinigt und noch im Alkoholrausch an der Hougang MRT getroffen. Nach einem reichhaltigen Frühstück aus Ente und viel Reis für zwei Personen waren wir auch fast schon bereit uns auf den Weg zu machen. Eine halbe Stunde später sassen wir dann wirklich im Bus Richtung Mac Ritchie Reservoir. Eine weitere dreiviertel Stunde später haben wir festgestellt, dass wir das Ziel unseres sonntäglichen Begehrens um gut 10 Stationen verpasst haben. Aber auf dem Rückweg haben wir es dann doch noch geschafft.
Das Mac Ritchie Reservoir ist ein relativ grosser See, umgeben von fast naturbelassenem Regenwald. Allerdings ist dieser begehbar, dank der Wege, die in ihm angelegt wurden. Aber ansonsten wirklich komplett naturbelassen. So waren wir dann auch schon einige Minuten später ausser Sichtweite der Singapore Skyscrapers. Um uns nur eine sehr feuchte Hitze, die unglaublich schnell zu Schweissflecken an ungewöhnlichen Stellen führte. Nun, ich war im Prinzip überall nass und bei Bastian war ein vermehrter Flüssigkeitsausstoss am rechten Knie zu beobachten. Dazu gab es ein bizarres Zirpen und Piepen zwischen den für unsere Verhältnisse schon sehr dichte Vegetation aus Sträuchern und Bäumen, die teilweise fast Menschengrosse Blätter trugen. Und dann nach einer halben Stunde stand plötzlich ein Affe auf dem Weg, etwa 100 Meter vor uns. Wir erschraken, wie es sich für Stadtkinder gehört, beruhigten uns wieder und schlichen so leise wie möglich näher. Der Affe, so etwa 40cm gross, verschwand links im Wald. Na gut, da war dann doch eher eine kleine Brücke. Auf deren Geländer und in den darüberliegenden Bäumen trieben so rund 10-20 weitere Affen ihr Unwesen. Gespannt schlichen wir uns näher und gingen dabei der Joggerin hinter uns wahrscheinlich gehörig auf die Nerven. Sie drängelte sich jedenfalls vorbei und passierte die sichtbar unbeeindruckten Affen mit schnellen Schritten. Die dem roten Regenschirm folgende Reisegruppe schaute auch nur kurz vorbei, gefolgt von einem mit Müllbeutel und -klammer bewaffnetem Inder. Wenn ich so drüber nachdenke war es wohl doch nicht ganz so naturbelassen. Zumal auf unserem Weg, der dann doch so etwa 15 km lang war, doch ab und zu die Hochhäuser zwischen den Bäumen hervorlugten. Aber eine tolle Erfahrung war es letztendlich doch.
Der Tree Top Walk, eine 30m über dem Boden und zwischen den Baumwipfeln verlaufende Hängebrücke, war nicht weniger atemberaubend als der bestimmt 2m lange Leguan, der sich vor uns ins Gebüsch flüchtete. Oben drauf noch ein paar Echsen, Schildkröten und ein Golfplatz. Singapore hat wohl den einzigen Regenwald, in dem die Wahrscheinlichkeit von einem Golfball erschlagen zu werden grösser ist, als von wilden Tieren attackiert zu werden. Die fliegenden Hunde und Schlangen haben wir leider nicht gesehen, aber eins ist klar: Wir kommen wieder. Und dann finden wir bestimmt auch Euch!



Das Mac Ritchie Reservoir ist ein relativ grosser See, umgeben von fast naturbelassenem Regenwald. Allerdings ist dieser begehbar, dank der Wege, die in ihm angelegt wurden. Aber ansonsten wirklich komplett naturbelassen. So waren wir dann auch schon einige Minuten später ausser Sichtweite der Singapore Skyscrapers. Um uns nur eine sehr feuchte Hitze, die unglaublich schnell zu Schweissflecken an ungewöhnlichen Stellen führte. Nun, ich war im Prinzip überall nass und bei Bastian war ein vermehrter Flüssigkeitsausstoss am rechten Knie zu beobachten. Dazu gab es ein bizarres Zirpen und Piepen zwischen den für unsere Verhältnisse schon sehr dichte Vegetation aus Sträuchern und Bäumen, die teilweise fast Menschengrosse Blätter trugen. Und dann nach einer halben Stunde stand plötzlich ein Affe auf dem Weg, etwa 100 Meter vor uns. Wir erschraken, wie es sich für Stadtkinder gehört, beruhigten uns wieder und schlichen so leise wie möglich näher. Der Affe, so etwa 40cm gross, verschwand links im Wald. Na gut, da war dann doch eher eine kleine Brücke. Auf deren Geländer und in den darüberliegenden Bäumen trieben so rund 10-20 weitere Affen ihr Unwesen. Gespannt schlichen wir uns näher und gingen dabei der Joggerin hinter uns wahrscheinlich gehörig auf die Nerven. Sie drängelte sich jedenfalls vorbei und passierte die sichtbar unbeeindruckten Affen mit schnellen Schritten. Die dem roten Regenschirm folgende Reisegruppe schaute auch nur kurz vorbei, gefolgt von einem mit Müllbeutel und -klammer bewaffnetem Inder. Wenn ich so drüber nachdenke war es wohl doch nicht ganz so naturbelassen. Zumal auf unserem Weg, der dann doch so etwa 15 km lang war, doch ab und zu die Hochhäuser zwischen den Bäumen hervorlugten. Aber eine tolle Erfahrung war es letztendlich doch.
Der Tree Top Walk, eine 30m über dem Boden und zwischen den Baumwipfeln verlaufende Hängebrücke, war nicht weniger atemberaubend als der bestimmt 2m lange Leguan, der sich vor uns ins Gebüsch flüchtete. Oben drauf noch ein paar Echsen, Schildkröten und ein Golfplatz. Singapore hat wohl den einzigen Regenwald, in dem die Wahrscheinlichkeit von einem Golfball erschlagen zu werden grösser ist, als von wilden Tieren attackiert zu werden. Die fliegenden Hunde und Schlangen haben wir leider nicht gesehen, aber eins ist klar: Wir kommen wieder. Und dann finden wir bestimmt auch Euch!



Ja er lebt noch! Na endlich Herr Peetz, hast die Welt ja ganz schön lange auf Deinen Blog warten lassen ;)
Lustige Geschichten haste erlebt, besonders der eigentlich doch nicht so unberührte Regenwald hat mir gefallen. Werde bestimmt öfter mal vorbeisurfen.
Viele Grüße aus dem regnerischen Vancouver!
Ives
Posted by
Ives |
2:04 PM