« Home | Oleander Clique » | First Steps » | Arrival in Singapore » | Finally another blog from Singapore » 

Donnerstag, August 04, 2005

Prawns and Whitening Cream

Also ernsthaft! Kulturschock ist nicht so ganz das richtige Wort für einen Europäer, der frisch nach Singapore kommt. Klar, einige Dinge sind anders. So muss man sich schon mal bücken, wenn man aus der UBahn aussteigt. Ganz davon abgesehen, dass man zuvor im Wagon natürlich mal wieder der einzige mit sowas wie blonden Haaren war. Ab und zu kommt es auch vor, dass man (verdeckt natürlich) fotografiert wird. Da steht dann eine Gruppe von Schulmädchen, die so tun, als würden sie sich gegenseitig ablichten... und ganz plötzlich wandert das Objektiv in die eigene Richtung. Wenn man sich dann versteckt wiederholt sich das Spiel, bis man entweder aufgibt oder eine der beiden Parteien aussteigen muss. In meinem Fall wie gesagt gebückt. Jedenfalls auf der Nord-Süd-Linie. Die Nord-Ost-Linie ist neuer und die Türen sind etwas höher gebaut. Aber all das schockt nicht wirklich, auch wenn man sich manchmal schon wie ein bunter Hund vorkommt. Meinen ersten "Schock" hatte ich allerdings schon in meiner ersten Nahct im Hotel, als ich im Fernseher Werbung für Creme sah, die die Hautfarbe aufhellt. Welche Firma war es wohl, die mit diesem für mich doch recht merkwürdigen Produkt warb? Na klar. Nivea. Mir gingen spontan Gedanken durch den Kopf, wie man die albernen Sonnenbankindianer bei uns zu Hause mit dieser Creme in den Wahnsinn treiben könnte. Aber gut. Auch diesen kulturellen Ausrutscher hatte ich bald akzeptiert. Der einzig vorerst bleibende Schock bleibt mir derweil in den hiesigen Supermärkten. Die geben dann doch ein vollständig anderes Bild ab, als deren Pendants in Berlin. Von den meisten Produkten, die ich dort erwerbe, weiss ich nicht mal, ob sie im Deutschen eine eigene Bezeichnung haben. Oft genug auch nicht, ob das nun Pflanze oder Tier ist, was ich mir für das spätere Abendessen in den Korb gepackt habe. Macht Spass, aber manchmal möchte man dann doch auf Sachen zurückgreifen, die man irgendwoher schon kennt. Da die meisten europäischen Produkte jedoch unsagbar teuer sind bietet sich eine Mischung aus Prawns und Eiern an. Die Krabben sind in diversen Grössen ab so etwa 30 Cent pro 100 Gramm zu haben. Mit etwas Knoblauch und in Rührei eingearbeitet hat man ein tolles Abendessen. Oder Frühstück. Oder so... Natürlich ohne Brot.

E-mail this post



Remember me (?)



All personal information that you provide here will be governed by the Privacy Policy of Blogger.com. More...

Add a comment